Op Düvels Schuuvkaar

Premiere. Sonnabend, 10. November 2018.

4. Wiederaufführung im Theater am Meer.

Op Düvels Schuuvkaar

Komödie von Karl Bunje

Regie und Bühne: Arnold Preuß

Rechte: Theaterverlag Mahnke, Verden-Aller

Inhalt
Nachkriegsdeutschland ist nicht nur durch Lebensmittelmarken und Aufteilung in Alliierte Zonenaufteilung gekennzeichnet, sondern auch durch riesige Flüchtlingsströme, einen illegalen Schwarzmarkthandel und ebensolche Schwarzbrennereien. Viele Menschen haben diese „verteufelten Zeiten“ längst vergessen. Wir wollen mit diesem humorvollen Klassiker des Niederdeutschen Theaters diese Zeiten wieder lebendig werden lassen.

Knecht Jan und Magd Taline bewirtschaften den Herkenhof mit Hilfe des Flüchtlingsmädchens Marie. Jungbauer Heiko, aus dem zweiten Weltkrieg heimgekehrter Frauenschwarm, brennt lieber Schnaps, macht Schwarzmarktgeschäfte und treibt sich mit der leichtlebigen Helga herum, der Tochter des Dorfpolizisten Fied Hillmer, die ihn gern heiraten würde, aber nicht arbeiten mag, schon gar nicht in der Landwirtschaft. Dabei müsste dringend der Kuhstall ausgemistet und der Weidezaun repariert werden.

Als Fiet eine Totalrevision ankündigt, verlegen Heiko und Jan die Schwarzbrennerei in einen Alkoven, den sie durch einen Schrank betreten. Nun kann das Geschäft mit dem selbstgebrannten Schnaps, der von so guter Qualität ist, dass selbst der Wachtmeister ihn für legale Ware hält und gerne ein Schlückchen trinkt, im großen Stil aufgezogen werden. Indes, der Hof droht völlig zu verkommen. Also verspricht Heiko, diejenige Frau zu heiraten, die ihm den Stall ausmistet. Er ahnt nicht, welche Probleme er sich damit an den Hals schafft.

auf der Bühne mit
Heiko Herkens, de Buur - Rune Opitz
Jan Spin, de Knecht - Arnold Preuß
Taline, de Magd - Dagmar Wehrmann
Fied Hillmer, de Schandarm - Walter Bleckwedel
Helga, sien Dochter - Annika Gärtner
Marie, en Flüchtlingsdeern - Chantal Müller

und hinter der Bühne
Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs (Bühnenbild)
Thomas Marschner (Bühnenmaler)
Fynn Dießner (Inspizient)
Traute Fischer, Inge Gelhart (Requisiten)
Melina Seegardel (Beleuchtung)
Iris Holjesiefken (Souffleuse))
Ingo Heuer (Hausdienst)
Ilona Düsterdich (Maske)
Marion Zomerland (Künstlerische Beratung)
Ingrid Bicke, Helga Lauermann (Kostümberatung)


Liebes Team von "Op Düvels Schuuvkaar"!


Wir bedanken uns beim gesamten Team von "Op Düvels Schuuvkaar". Was ihr gemeinsam in der letzten Woche geleistet habt, ist großartig und ein Beweis, dass Teamgeist Berge versetzen kann. Von Mittwoch bis gestern Abend habt Ihr alle gemeinsam eine Wahnsinnsleistung vollbracht.
Der Lohn des Publikums gestern Abend: Unmittelbar nach Stückende standen alle und klatschten begeistert Beifall und riefen vielfach Bravo und sowohl im Saal als auf der Bühne strahlten zufriedene Gesichter um die Wette.
DANKE an ALLE!


PRESSEMELDUNGEN

Pressemeldung Nr. 14|15. November 2018 - THEATER AM MEER

Traumstart für „Op Düvels Schuuvkaar“

Nostalgischer Rückblick auf „verteufelte Zeiten“ erfreut sich starker Kartennachfrage

Schandarm Hillmer (Walter Bleckwedel 2.v.r.) findet mit Hilfe von Marie (Chantal Müller, li.) und Tochter Helga (Annika Gärtner, 2.v.l.) den versteckten Alkoven, allerdings ohne die vermutete Schnapsbrennerei, was auch Heiko (Rune Opitz, r.) verblüfft.– Foto: TaM, Olaf Preuschoff

Was ein Alptraum hätte werden können, wurde ein Traumstart. Zwei Tage vor der Premiere drohte ein krankheitsbedingter Ausfall zum Fiasko für das Theater am Meer zu werden. Die Übernahme der Rolle des Jan Spin durch Regisseur Arnold Preuß und die Energieleistung des gesamten Ensembles mit Unterstützung von Marion Zomerland endete in einer furiosen Premiere mit stehenden Ovationen und lautstarken Beifallsbekundungen. Dieser Erfolg führte sehr schnell zu einer starken Kartennachfrage, so dass eine zusätzliche Vorstellung für Sonntag, dem 30. Dezember 2018, um 15.30 Uhr in den freien Verkauf geht.

In dem vielfach gespielten Klassiker geht es darum, dass Knecht Jan Spin und Magd Taline den Herkenshof mit Hilfe von Marie, dem Flüchtlingsmädchen aus Pommern, bewirtschaften. Jungbauer Heiko Herkens, just aus der Kriegsgefangenschaft nach dem verlorenen II. Weltkrieg heimgekehrter Frauenschwarm, brennt lieber Schnaps, macht Schwarzmarktgeschäfte und treibt sich mit der leichtlebigen Helga, der Tochter des Dorfpolizisten Fied Hillmer, herum. Helga würde Heiko gerne heiraten, aber arbeiten in der Landwirtschaft, das mag sie nun gar nicht. Dabei müsste dringend der Kuhstall ausgemistet und der Weidezaun zum Nachbargrundstück repariert werden, da die Kühe schon ausgebrochen sind. Magd Taline setzt Heiko mächtig unter Dampf und in seiner Not verspricht Heiko, diejenige Frau zu heiraten, die ihm den Stall ausmistet. Er ahnt nicht, welche Probleme er sich damit an den Hals schafft.

In der Inszenierung und im Bühnenbild von Arnold Preuß stehen auf der Bühne: Annika Gärtner, Chantal Müller, Dagmar Wehrmann, Walter Bleckwedel, Rune Opitz und Arnold Preuß.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 15. November 2018 - EVENTS IN DER REGION

"Op Düvels Schuuvkaar" - Niederdeutscher Klassiker im Theater am Meer

Chantal Müller als Marie und Dagmar Wehrmann als Taline im neuen Erfolgsstück des Theaters am Meer "Op Düvels Schuuvkaar"

Das Theater am Meer setzte mit der Premiere der Komödie „Op Düvels Schuuvkaar“ von Karl Bunje seine aktuelle Spielzeit im kleinen Schauspielhaus an der Kieler Straße 63 fort.

Knecht Jan Spin und Magd Taline bewirtschaften den Herkenshof mit Hilfe von Marie, dem Flüchtlingsmädchen aus Pommern. Jungbauer Heiko Herkens, just aus der Kriegsgefangenschaft nach dem verlorenen zweiten Weltkrieg heimgekehrter Frauenschwarm, brennt lieber Schnaps, macht Schwarzmarktgeschäfte und treibt sich mit der leichtlebigen Helga, der Tochter des Dorfpolizisten Fiet Hillmer, herum. Helga würde Heiko gerne heiraten, aber arbeiten in der Landwirtschaft, das mag sie nun gar nicht. Magd Taline setzt Heiko mächtig unter Dampf und in seiner Not verspricht Heiko, diejenige Frau zu heiraten, die ihm den Stall ausmistet.

Jeversches Wochenblatt vom 13. November 2018

PREMIERE Bühnenleiter Arnold Preuß muss kurzfristig einspringen

Amateurschauspieler lassen sich von den personellen Sorgen nicht beeindrucken.

VON DIETMAR BÖKHAUS

Im Beisein von Knecht Jan Spin (links) und Dorfgendarm Fied Hillmer fordert Magd Taline vom Jungbauern Heiko Herkens, dass der doch endlich seine Arbeit auf dem Hof erledigt, statt Schnaps zu brennen. BILD: DIETMAR BÖKHAUS

WILHELMSHAVEN - Eine besondere, eine doppelte Premiere erlebten die Zuschauer im Theater am Meer in der Kieler Straße. Nicht nur, dass drei der sechs Rollen für das aktuelle Stück neu besetzt werden mussten, meldete sich auch noch der Schauspieler Clemens Otte am Dienstag vergangener Woche, vier Tage vor der Premiere, krankheitsbedingt ab. Seine Rolle im Stück „Op Düvels Schuuvkaar" von Karl Bunje musste neu besetzt werden.

Arnold Preuß, der in diesem Stück Regie führt, sprang in die Bresche und übernahm die Rolle des Jan Spin. „Eine solche Premiere hatten wir noch nie", sagte Marion Zomerland, die vor Beginn der Aufführung vor das Publikum trat und die Lage erklärte. Sie bat um Verständnis, wenn ab und zu mal ein Textbuch zu sehen sei. Eine ehrliche Ansage, die vom Publikum mit Applaus quittiert wurde.

Das Stück spielt im Frühjahr 1946. Die Stunde „Null", in der Nachkriegsdeutschland nicht nur durch Lebensmittelmarken und Aufteilung in vier alliierte Zonen gekennzeichnet ist, sondern auch durch riesige Flüchtlingsströme.  Es standen mit Chantal Müller (spielt das Flüchtlingsmädchen Marie), Arnold Preuß (Knecht Jan Spin), Dagmar Wehrmann (Magd Taline), Rune Opitz (Jungbauer Heiko Herkens), das Theaterurgestein Walter Bleckwedel (Dorfpolizist Fied Hillmer) und Annika Gärtner (Fied Hillmers Tochter Helga) wieder Akteure auf der Bühne, die ihr Handwerk verstehen.

Das Stück steht zum vierten Mal auf dem Spielplan des Theaters und hat nichts von seinem Reiz verloren, wie die Premiere am Samstag zeigte. Immer wieder gab das Publikum verdienten Zwischenapplaus bei dieser Komödie, in der Jungbauer Heiko Herkens gerade aus der Kriegsgefangenschaft auf seinen Hof heimgekehrt ist, der mehr schlecht als recht läuft. Der Bauer brennt lieber Schnaps mit Knecht Jan Spin und macht mit „dem echten Hullmannschen" Schwarzmarktgeschäfte. Jungbauer Heiko lässt sich von der leichtlebigen Helga (Annika Gärtner) den Kopf verdrehen, statt sich um seinen Hof zu kümmern.  „Wenn ich dich heiraten soll, dann muss ich aber eine Großmagd für die Landwirtschaft haben, die die Arbeit macht", sagt sie. Dabei muss dringend der Kuhstall ausgemistet und der Weidezaun zum Nachbargrundstück repariert werden, da schon mehrfach Kühe ausgebüxt sind. Aber nichts passiert, bis Heiko verspricht, diejenige zu heiraten, die ihm den Stall bis 18 Uhr ausmistet. So nehmen die Verwicklungen ihren Lauf.

Die Schauspieler wurden vom Publikum mit viel Zwischenapplaus, Bravo-Rufen und langanhaltendem stehenden Applaus am Ende des Stücks belohnt. Theaterleiter Preuß, der schon für das nächste Stück „Wer hett Angst Vör Virginia Woolf...?" probt, hat dafür gesorgt, dass die Gäste einen kurzweiligen Abend erlebten. Die Premiere ausfallen zu lassen, wäre für die Akteure keine Option gewesen — und die Zuschauer nahmen das Textbuch als unverhoffte Requisite an.

Wilhelmshavener Zeitung vom 12. November 2018

Warum es das Publikum von den Sitzen riss

THEATER AM MEER „Op Düwels Schuuvkaar": Alle Herausforderungen gemeistert

Standen auf der Bühne: (v.l.) Annika Gärtner (Helga), Arnold Preuß (Jan Spin), Rune Opitz (Heiko Herkens), Dagmar Wehrmann (Taline). Foto: Olaf Preuschoff, TaM

WILHELMSHAVEN/WAN - Mehr schiefgehen als bei der jüngsten Inszenierung des Wilhelmshavener Theaters am Meer konnte eigentlich gar nicht. Drei der sechs Rollen für das neue Stück mussten während der Proben umbesetzt werden und dann kam Dienstag vor der Premiere die Hiobsbotschaft: Clemens Otte fällt krankheitsbedingt aus! Das erklärte Marion Zomerland vom Bühnenvorstand am Samstag dem Premierenpublikum von Karl Bunjes „Op Düwels Schuuvkaar". Da sei nun Regisseur Arnold Preuß notgedrungen für die umfangreiche Rolle des Knechts Jan Spin eingesprungen und man bitte um Entschuldigung, wenn der zwischendurch immer wieder das Textbuch bemühen müsse.

Und das Ergebnis dieser Improvisation: die Premiere gelang so großartig, dass es das Publikum nach dem letzten Satz von den Sitzen riss zu Ovationen und Bravo-Rufen im Stehen.

Der Vierakter aus dem Jahre 1946, das sich ganz dieser Zeit direkt nach dem Krieg widmet, hat ohnehin seine zeitlosen Qualitäten. Und das Ensemble wurde dem mit seiner Spielfreude vollauf gerecht. Wenn da die handfeste Magd Taline (Dagmar Wehrmann) und Knecht Jan seit 25 Jahren den Herkenshof auf Schwung halten, kommt immer öfter Ärger auf, als der junge Bauer Heiko (Rune Opitz) als Heimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft sich um nichts kümmert und lieber Geld mit Schwarzbrennerei machen will. Knecht Jan ist sein eifriger Mithelfer beim Brennen, Verstecken und den Kostproben. ´

Und dann turtelt Heiko auch noch ausgerechnet mit der „fludderigen Deern" Helga (Annika Gärtner), die als hochnäsiges Dämchen herumstolziert, sich gern beschenken lässt und mit bäuerlicher Arbeit so gar nichts am Hut hat. Als Taline wegen seiner Faulheit mit Streik droht, lässt sich Heiko zu einem heiklen Versprechen hinreißen: diejenige, die seinen Kuhstall bis 18 Uhr ausmiste und blitzblank mache, werde er heiraten!

Was die starke Taline zu Heikos Entsetzen tatsächlich schafft — und schon hat er die zweite Braut am Hals. Zwischendurch taucht auch noch Gendarm Hillmer (Walter Bleckwedel) auf, der zwar gern vom Schwarzgebrannten kostet, aber dessen Geheimnis nicht erfahren darf. Ganz nebenher ist er auch noch der Vater von Helga und bedauert den Bauern als ihren Verlobten. Schließlich kennt er deren Qualitäten so gut, dass er ihr sogar auf offener Bühne den Allerwertesten versohlt.

Der Bauer in Nöten, alles läuft durcheinander und nur in dem braven, fleißigen Flüchtlingsmädchen Marie (Chantal Müller) hat er eine ehrliche Hilfe, die immer wichtiger wird. Zumal die Verlobung und das Jubiläum von Taline und Jan bevorsteht und alle im Dorf davon wissen und kommen wollen. Ob und wie es dann zu einem Happy End kommt, soll hier nicht vorweggenommen werden.

Vor allem wird ihnen ein Theatervergnügen mit viel herzhaftem Humor geboten, bei dem insbesondere Dagmar Wehrmann als herzerfrischende Magd immer wieder die Szene beherrscht, aber auch Improvisationskünstler Arnold Preuß sein Komödiantentum sprudeln lässt.

Die nächsten Vorstellungen folgen am 16. und 18. November, jeweils um 20 Uhr, Kieler Str. 63.

THEATER AM MEER | 09. November 2018

+++ Aufgrund einer Erkrankung im Ensemble hat Arnold Preuß die Rolle des "Jan Spin" in seiner Inszenierung "Op Düvels Schuuvkaar" übernommen +++

WILHELMSHAVEN | 08. November 2018

Generalprobe "Op Düvels Schuuvkaar"

Fotostrecke von Olaf Preuschoff

Taline (Dagmar Wehrmann) hat die schwarze für den Bauern gebügelt und Jan Spin (Arnold Preuß) hat Schnaps schwarz gebrandt. Da ist der Krach vorprogrammiert.

Marie (Chantal Müller) berichtet, dass die Kühe ausgebrochen sind und das Holz wieder dicht gemacht werden muss, was Heiko Herkens (Rune Opitz) nun gar nicht im Sinn hat.

Jan und Heiko laden Schandarm Fied Hillmer (Walter Bleckwedel) zum Schnaps ein - er müsse schließlich prüfen, ob dies nicht ein schwarzgebrannter Schnaps sei.

Jan und Heiko tarnen den Alkoven.

Jetzt kann die Schnapsbrennerei in großem Stile losgehen.

Heiko schenkt Helga (Annika Gärtner) eine goldene Uhr.

Heiko verspricht derjenigen Frau, die den Stall ausmistet, die Ehe.... und Taline sagt, sie macht's.

Marie ist betrübt, dass Taline so schwer schuften muss, nur weil Heiko dazu keine Lust hat.

Taline ruft: "Ik heff wunnen"!

Nun sitzt Heiko in der Fall. Wat seggt is, is seggt - er muss Taline heiraten.

"Mein lieber Heiko", spricht Taline und bringt Heiko in Rage.

Helga macht Marie schlecht bei Heiko.

Geschickt weiß sie Heiko zu becircen.

Nach dem Verlobungskuss mit Helga erscheint Taline.

Taline schwärmt Heiko vor als er noch'n kleiner Buttjer war und sie Mutters Stelle vertrat.

Nun fordert sie ihren Verlobungskuss.

Für die Verlobung soll auch ein neues Kleid her, für sie und für Marie, die sich sehr freut.

Helgas Vater der Schandarm Hillmer erscheint und ist wenig begeistert von dem was er hört und sieht.

Die Arbeit auf dem Felde hat Heiko die Augen geöffnet. Beide haben sich ineinander verliebt.

Was natürlich Helga nicht erfreut, die auf ihre Rechte pocht.

Sie droht mit einem riesengroßen Spektakel.

Taline, die Braut Nummer zwei, besteht auf den gegebenen Verlobungskuss.

Taline treibt ihr Spiel, alles so zu richten, wie sie es sich in den Kopf gesetzt hat, weiter. Sehr zur Verunsicherung von Marie.

Schandarm Hillmer ist sehr verwundert, dass schon wieder zwei Flaschen echten Hullmannschen aufgetaucht sein sollen. Er wird mehr als misstrauisch.

Nun hat Marie doch das schöne Verlobungskleid bekommen und Taline und Heiko sind glücklich.

Es könnte alles so schön sein, wenn nicht der Racheengel Helga unterwegs ist.

Jan Spin kann leider nicht mit anfassen, den Schrank wegzuziehen, er hat schließlich beide Hände in den Taschen.

Was gibt es denn im Alkoven zu entdecken?

Was? Nun will Taline, dass Jan Spin sein Heiratsversprechen wahrmacht?

Wilhelmshavener Zeitung | 07. November 2018

Liebe und Neid in verteufelten Zeiten

PREMIERE "Theater am Meer" zeigt im kleinen Schauspielhaus "Op Düvels Schuuvkaar" von Karl Bunje

Taline (Dagmar Wehrmann) reizt Heiko (Rune Opitz) bis aufs Blut mit ihrem süßlichen „mien leve Heiko“. – Foto: TaM, A. Preuß

Lebensmittelmarken, hohe Arbeitslosigkeit und Städte in Trümmern: Das neue Stück des "Theaters am Meer" macht die Nachkriegszeit lebendig - und schlägt einen Bogen ins Jetzt.

WILHELMSHAVEN/MEH - Es ist das Frühjahr 1946, in der Stunde „Null“. Nachkriegsdeutschland ist nicht nur durch Lebensmittelmarken und Aufteilung in vier alliierte Zonen gekennzeichnet, sondern auch durch riesige Flüchtlingsströme. Allein in Westdeutschland suchten damals zehn Millionen Menschen Zuflucht. Das Wirtschaftsleben ist geprägt durch Schwarzmarkthandel und Schwarzbrennereien. Es gab nichts zu beißen und nichts zu bieten. Die Arbeitslosigkeit ist riesig, die Städte lagen in Trümmern - Wilhelmshaven ist zu fast 70 % zerstört.

In dieser Zeit spielt „Op Düvels Schuuvkaar“, das am Sonnabend, 10. November, um 20 Uhr, die aktuelle Spielzeit des "Theaters am Meer" fortsetzt.  Im kleinen Schauspielhaus in der Kieler Straße 63 zeigen die Akteure das niederdeutsche Stück von Karl Bunje, das zu den Klassikern der guten alten Ohnsorg-Fernsehzeit gehört. Bühnenbaas Arnold Preuß inszeniert den vielgespielten Bühnenhit, der zum vierten Mal auf dem Spielplan des Theaters steht.

Autor Karl Bunje kam 1910 als Siebenjähriger mit seiner Familie von Neuenburg nach Wilhelmshaven. Ab 1920 arbeitete er im Steueramt Rüstringen, später dann in der Reichsfinanzverwaltung. Seit 1937 konnte er als selbständiger Autor von den Einnahmen seiner erfolgreichen Stücke leben. Über Brake, wo er die dortige Niederdeutsche Bühne gründete, fand er dann später in Oldenburg und Köln seine Heimat.

Das '"Theater am Meer" will die Zeiten mit diesem Klassiker auf humorvolle Weise wieder lebendig werden lassen. "Ich möchte deutlich machen, dass das Stück einen historischen Bezug hat, die Motive der handelnden Personen aber von zeitlosen Gefühlen wie Liebe, Neid und Verleumdung geprägt sind", sagt Preuß. Weltweit festzustellende Tendenzen nach konservativem Gedankengut machten deutlich, dass das Stück auch nach über 70 Jahren einen Bezug zur Jetztzeit habe.

In "Op Düvels Schuuvkaar" bewirtschaften Knecht Jan Spin (Clemens Otte) und Magd Taline (Dagmar Wehrmann) den Herkenshof mit Hilfe von Marie (Chantal Müller), dem Flüchtlingsmädchen aus Pommern. Jungbauer Heiko Herkens (Rune Opitz), just aus der Kriegsgefangenschaft nach dem verlorenen zweiten Weltkrieg heimgekehrter Frauenschwarm, brennt lieber Schnaps, macht Schwarzmarktgeschäfte und treibt sich mit der leichtlebigen Helga (Annika Gärtner), der Tochter des Dorfpolizisten Fiet Hillmer (Walter Bleckwedel), herum. Helga würde Heiko gerne heiraten, aber arbeiten in der Landwirtschaft, das mag sie nun gar nicht.

Magd Taline setzt Heiko mächtig unter Dampf und in seiner Not verspricht Heiko, diejenige Frau zu heiraten, die ihm den Stall ausmistet. Er ahnt nicht, welche Probleme er sich damit an den Hals schafft.

Hinter der Bühne wirken mit: Arnold Preuß (Bühnenbildkonzept), Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs (Bühnenbildbau); Thomas Marschner (Bühnenmaler); Inge Gelhart, Traute Fischer (Requisiten); Iris Holjesiefken (Souffleuse), Fynn Dießner (Inspizient), Melina Seegardel (Beleuchtung); Ilona Düsterdich (Maske); Ingrid Bicke, Helga Lauermann (Kostümberatung); Ingo Heuer, Werner Dörnath (Hausdienst) und Marion Zomerland (künstlerische Beratung).

Die Premiere ist am Sonnabend, 10 . November, um 20 Uhr im kleinen Schnauspielhaus, Kieler Straße 63.

Der NEUE Lotse vom 1. November 2018

„Op Düvels Schuuvkaar“

Premiere 10. November

Das Ensemble von „Op Düvels Schuuvkaar“: (v.l.) Clemens Otte, Dagmar Wehrmann, Walter Bleckwedel, Chantal Müller, Rune Opitz und Annika Gärtner. – Foto: TaM, A. Preuß

Nachkriegsdeutschland ist nicht nur durch Lebensmittelmarken und Aufteilung in vier Zonen der Alliierten gekennzeichnet, sondern auch durch riesige Flüchtlingsströme, einen illegalen Schwarzmarkthandel und ebensolche Schwarzbrennereien. Viele Menschen haben diese „verteufelten Zeiten“ längst vergessen. Mit der vierten Wiederaufführung dieses humorvollen Klassikers des Niederdeutschen Theaters von Karl Bunje lässt das Theater am Meer diese Zeiten wieder lebendig werden (Regie: Arnold Preuß).

Inhalt
Knecht Jan Spin und Magd Taline bewirtschaften den Herkenshof mit Hilfe des Flüchtlingsmädchens Marie. Jungbauer Heiko, aus dem II. Weltkrieg heimgekehrter Frauenschwarm, brennt lieber Schnaps, macht Schwarzmarktgeschäfte und treibt sich mit der leichtlebigen Helga herum. Sie ist Tochter des Dorfpolizisten Fiet Hillmer und würde Heiko gerne heiraten, mag aber nicht arbeiten - schon gar nicht in der Landwirtschaft.  Dabei müsste dringend der Kuhstall ausgemistet und der Weidezaun repariert werden.

Als Fied eine Totalrevision ankündigt, verlegen Heiko und Jan die Schwarzbrennerei in einen Alkoven, den sie durch einem Schrank betreten können. Nun kann das Geschäft mit dem selbstgebrannten Schnaps in großem Stil aufgezogen werden - immerhin ist der von so guter Qualität, dass selbst der Wachtmeister ihn für legale Ware hält und gern ein Schlückchen davon trinkt. Indes droht der Hof völlig zu verkommen, also verspricht Heiko, diejenige Frau  zu heiraten, die ihm den Stall ausmistet. Er ahnt nicht, welche Probleme er sich damit an den Hals schafft.

Theater am Meer | Pressemeldung Nr. 13 | 30. Oktober 2018

„Op Düvels Schuuvkaar“ - Niederdeutscher Klassiker im Theater am Meer

Karl Bunjes humorvoller Blick auf „verteufelte Zeiten“

Taline (Dagmar Wehrmann) reizt Heiko (Rune Opitz) bis aufs Blut mit ihrem süßlichen „mien leve Heiko“. – Foto: TaM, A. Preuß

Das Theater am Meer setzt mit der Premiere der Komödie „Op Düvels Schuuvkaar“ von Karl Bunje seine aktuelle Spielzeit am Sonnabend, 10. November 2018, um 20 Uhr, im kleinen Schauspielhaus an der Kieler Straße 63 fort. Für viele Freunde des niederdeutschen Theaterspiels gehört „Op Düvels Schuuvkaar“ zu den Klassikern der guten alten Ohnsorg-Fernsehzeit. Bühnenbaas Arnold Preuß inszeniert den vielgespielten Bühnenhit, der zum vierten Mal auf dem Spielplan des Theaters am Meer steht.

Autor Karl Bunje kam 1910 als Siebenjähriger mit seiner Familie von Neuenburg nach Wilhelmshaven. Ab 1920 arbeitete er im Steueramt Rüstringen, später dann in der Reichsfinanzverwaltung. Seit 1937 konnte er als selbständiger Autor von den Einnahmen seiner erfolgreichen Stücke (u.a. „De Etappenhas“, „Dat Hörrohr“) leben. Über Brake, wo er die dortige Niederdeutsche Bühne gründete, fand er dann später in Oldenburg und Köln seine Heimat.

Bunjes Stück spielt im Frühjahr 1946, in der Stunde „Null“. Nachkriegsdeutschland ist nicht nur durch Lebensmittelmarken und Aufteilung in vier alliierte Zonen gekennzeichnet, sondern auch durch riesige Flüchtlingsströme. Allein in Westdeutschland suchten damals zehn Millionen Menschen Zuflucht. Die Vertriebenen wurden als "Polacken" und "Zigeuner" angefeindet. Das Wirtschaftsleben war geprägt durch illegalen Schwarzmarkthandel und ebensolche Schwarzbrennereien. Es gab nichts zu beißen und nichts zu bieten. Die Arbeitslosigkeit war riesig, die Städte lagen in Trümmern. Wilhelmshaven beispielswiese war zu fast 70 % zerstört.

Viele Menschen haben diese „verteufelten Zeiten“ längst vergessen. Das Theater am Meer will mit diesem Klassiker des niederdeutschen Theaters diese Zeiten auf humorvolle Weise wieder lebendig werden lassen. Arnold Preuß möchte in seiner Inszenierung deutlich machen, dass das Stück auf der einen Seite einen sehr historischen Bezug habe, gleichzeitig aber die Motive der handelnden Personen von zeitlosen Gefühlen wie „Liebe“, „Neid“, „Verleumdung“ geprägt seien. Weltweit festzustellende Tendenzen nach konservativem Gedankengut machten dabei deutlich, dass das Stück auch nach über 70 Jahren einen Bezug zur Jetztzeit habe, so der Regisseur. Das Stück sei eine klassische, sehr unterhaltsame Komödie, doch wie sagte Autor Karl Bunje selbst in seinem Prolog: „Twüschen Lachen un Freid is ok mal’n eernsthaftig Korn twüschenseit!“

Worum geht es in „Op Düvels Schuuvkaar“?
Knecht Jan Spin (Clemens Otte) und Magd Taline (Dagmar Wehrmann) bewirtschaften den Herkenshof mit Hilfe von Marie (Chantal Müller), dem Flüchtlingsmädchen aus Pommern. Jungbauer Heiko Herkens (Rune Opitz), just aus der Kriegsgefangenschaft nach dem verlorenen zweiten Weltkrieg heimgekehrter Frauenschwarm, brennt lieber Schnaps, macht Schwarzmarktgeschäfte und treibt sich mit der leichtlebigen Helga (Annika Gärtner), der Tochter des Dorfpolizisten Fiet Hillmer (Walter Bleckwedel), herum. Helga würde Heiko gerne heiraten, aber arbeiten in der Landwirtschaft, das mag sie nun gar nicht. Es sei denn, der Bauer stellt noch eine Großmagd ein. Dabei müsste dringend der Kuhstall ausgemistet und der Weidezaun zum Nachbargrundstück repariert werden, da die Kühe schon ausgebrochen sind. Magd Taline setzt Heiko mächtig unter Dampf und in seiner Not verspricht Heiko, diejenige Frau zu heiraten, die ihm den Stall ausmistet. Er ahnt nicht, welche Probleme er sich damit an den Hals schafft.

Es stehen der Bühne: Annika Gärtner, Chantal Müller, Dagmar Wehrmann, Walter Bleckwedel, Rune Opitz und Clemens Otte. Ferner wirken hinter der Bühne mit Arnold Preuß (Bühnenbildkonzept), Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs (Bühnenbildbau); Thomas Marschner (Bühnenmaler); Inge Gelhart, Traute Fischer (Requisiten); Iris Holjesiefken (Souffleuse), Fynn Dießner (Inspizient), Melina Seegardel (Beleuchtung); Ilona Düsterdich (Maske); Ingrid Bicke, Helga Lauermann (Kostümberatung); Ingo Heuer, Werner Dörnath (Hausdienst) und Marion Zomerland (künstlerische Beratung).

Termine - Jeweils zu allen Vorstellungen auch Karten im freien Verkauf -
Sonnabend, 10.11.2018, 20:00 Uhr - Abo P
Sonntag, 11.11.2018, 15:30 Uhr - Abo N 1
Freitag, 16.11.2018, 20:00 Uhr - Abo A
Sonntag, 18.11.2018, 15:30 Uhr - Vorstellung für Banter Kirche im TaM
Sonntag, 18.11.2018, 20:00 Uhr - Abo B
Sonnabend, 24.11.2018, 20:00 Uhr - Abo D
Sonntag, 25.11.2018, 15:30 Uhr - Abo N 2
Sonntag, 25.11.2018, 20:00 Uhr - Abo E
Mittwoch, 28.11.2018, 20:00 Uhr - Abo C
Sonnabend, 01.12.2018, 20:00 Uhr - Abo F
Sonntag, 02.12.2018, 15:30 Uhr - Abo N 3
Sonntag, 02.12.2018, 20:00 Uhr - Abo G
Sonnabend, 08.12.2018, 20:00 Uhr - Abo H
Sonntag, 09.12.2018, 15:30 Uhr - Abo N 4
Sonntag, 09.12.2018, 20:00 Uhr - freier Verkauf
Mittwoch, 12.12.2018, 20:00 Uhr - freier Verkauf
Mittwoch, 26.12.2018, 20:00 Uhr - freier Verkauf
Freitag, 28.12.2018, 20:00 Uhr - Z 18 freier Verkauf *
Sonnabend, 29.12.2018, 20:00 Uhr - Z 19 freier Verkauf *
Sonntag, 30.12.2018, 15:30 Uhr - Z 20 freier Verkauf *
Sonntag, 30.12.2018, 20:00 Uhr - Z 21 freier Verkauf *
*= Termine noch nicht freigegeben.

Kartenvorverkauf:
Theater am Meer, Kieler Straße 63
Telefon 04421/777749
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Jan Spin (Clemens Otte) prüft den schwarzgebrannten Sluck

Marie (Chantal Müller) ist aus Pommern fliehend auf dem Herkenshof untergekommen

Taline (Dagmar Wehrmann) und Jan Spin (Clemens Otte) wollen, dass der Herkenshof wieder auf Vordermann gebracht wird - allerdings will Heiko nicht so Recht an die Arbeit ran

Helga (Annika Gärtner) rasselt mal wieder mit ihrem Vader Schandarm Hillen (Walter Bleckwedel) zusammen. Woher hat sie Zigaretten und Schokolade?

Alte Klassenkameraden tauschen Erinnerungen an ihren alten Lehrer aus. "Jan Spin, dar is nix binnen"

Schandarm Fiet ist in Nöten, seine Aktentasche mit Gerichtsakten und Hamsterware ist verschwunden. (v.l.n.r. Clemens Otte, Dagmar Wehrmann, Walter Bleckwedel, Rune OpitzI)

Heiko (Rune Opitz) hat sich gerade mit Helga (Annika Gärtner) verlobt, perplex schauen Jan Spin (Clemens Otte) und Taline (Dagmar Wehrmann) zu. Aber nicht lange...

KOMPASS FÜR WILHELMSHAVEN UND FRIESLAND 11/2018| 30. Oktober 2018

„Op Düvels Schuuvkaar“

Das Ensemble von „Op Düvels Schuuvkaar“: (v.l.) Clemens Otte, Dagmar Wehrmann, Walter Bleckwedel, Chantal Müller, Rune Opitz und Annika Gärtner. – Foto: TaM, A. Preuß

Die Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven - „Theater am Meer“ setzt mit der Premiere der Komödie „Op Düvels Schuuvkaar“ von Karl Bunje ihre aktuelle Spielzeit am Sonnabend, 10. November, um 20 Uhr im kleinen Schauspielhaus an der Kieler Straße 63 fort. Der Leiter des ambitionierten Amateurtheaters, Arnold Preuß, inszeniert den vielgespielten Bühnenhit, der in Wilhelmshaven zum vierten Mal auf dem Spielplan des Theaters steht. Für viele Freunde des Niederdeutschen Theaterspiels gehört „Op Düvels Schuuvkaar“ zu den Klassikern aus der guten alten Ohnsorg-Fernsehzeit.

Autor Karl Bunje kam 1910 als Siebenjähriger mit seiner Familie von Neuenburg nach Wilhelmshaven. Ab 1920 arbeitete er im Steueramt Rüstringen, später dann in der Reichsfinanzverwaltung. Seit 1937 konnte er als selbständiger Autor von den Einnahmen seiner erfolgreichen Stücke (u.a. „De Etappenhas“, „Dat Hörrohr“) leben. Über Brake, wo er die dortige Niederdeutsche Bühne gründete, fand er dann später in Oldenburg und Köln seine Heimat.

Bunjes Stück spielt im Frühjahr 1946, in der sogenannten Stunde null. Nachkriegsdeutschland ist nicht nur durch Lebensmittelmarken und Aufteilung in vier Zonen der Alliierten gekennzeichnet, sondern auch durch riesige Flüchtlingsströme. Allein in Westdeutschland suchten damals zehn Millionen Menschen Zuflucht. Die Vertriebenen wurden als "Polacken" und "Zigeuner" angefeindet. Das Wirtschaftsleben war geprägt durch illegalen Schwarzmarkthandel und ebensolche Schwarzbrennereien.

Es gab nichts zu beißen und nichts zu bieten. Die Arbeitslosigkeit war riesig, die Städte lagen in Trümmern. Wilhelmshaven beispielswiese war zu fast 70 % zerstört. Viele Menschen haben diese „verteufelten Zeiten“ längst vergessen. Das „Theater am Meer“ will mit diesem Klassiker des Niederdeutschen Theaters diese Zeiten auf humorvolle Weise wieder lebendig werden lassen. Doch wie sagt Karl Bunje zu seinem Stück: „Twüschen Lachen un Freid is ok mal’n eernsthaftig Korn twüschenseit!“

Es stehen in der Regie von Arnold Preuß auf der Bühne: Annika Gärtner, Chantal Müller, Dagmar Wehrmann, Walter Bleckwedel, Rune Opitz und Clemens Otte. Ferner wirken hinter der Bühne mit Arnold Preuß (Bühnenbildkonzept), Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs (Bühnenbildbau); Thomas Marschner (Bühnenmaler); Inge Gelhart, Traute Fischer (Requisiten); Iris Holjesiefken (Souffleuse), Fynn Dießner (Inspizient), NN (Beleuchtung); Ilona Düsterdich (Maske); Ingrid Bicke, Helga Lauermann (Kostümberatung); Ingo Heuer (Hausdienst) und Marion Zomerland (künstlerische Beratung).

Termine (Jeweils zu allen Vorstellungen auch Karten im freien Verkauf)
Sonnabend, 10. November, 20 Uhr
Sonntag, 11. November, 15:30 Uhr
Freitag, 16. November, 20 Uhr
Sonntag, 18. November, 20 Uhr
Sonnabend, 24. November, 20 Uhr
Sonntag, 25. November, 15:30 Uhr
Sonntag, 25. November, 20 Uhr
Mittwoch, 28. November, 20 Uhr

Kartenvorverkauf:
Theater am Meer, Kieler Straße 63
Telefon 04421/777749
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Theater am Meer | 22. Oktober 2018

„Op Düvels Schuuvkaar“ bringt nostalgischen Rückblick
auf „verteufelte Zeiten“

THEATER AM MEER Arnold Preuß inszeniert humorvollen Klassiker von Altmeister Karl Bunje

Das Ensemble von „Op Düvels Schuuvkaar“: (v.l.) Clemens Otte, Dagmar Wehrmann, Walter Bleckwedel, Chantal Müller, Rune Opitz und Annika Gärtner. – Foto: TaM, A. Preuß

WILHELMSHAVEN – Die Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven - „Theater am Meer“ setzt mit der Premiere der Komödie „Op Düvels Schuuvkaar“ von Karl Bunje ihre aktuelle Spielzeit am Sonnabend, 10. November 2018, um 20 Uhr im kleinen Schauspielhaus an der Kieler Straße 63 fort. Der Leiter des ambitionierten Amateurtheaters, Arnold Preuß, inszeniert den vielgespielten Bühnenhit, der in Wilhelmshaven zum vierten Mal auf dem Spielplan des Theaters steht. Für viele Freunde des Niederdeutschen Theaterspiels gehört „Op Düvels Schuuvkaar“ zu den Klassikern aus der guten alten Ohnsorg-Fernsehzeit.

Autor Karl Bunje kam 1910 Jahren als Siebenjähriger mit seiner Familie von Neuenburg nach Wilhelmshaven. Ab 1920 arbeitete er im Steueramt Rüstringen, später dann in der Reichsfinanzverwaltung. Seit 1937 konnte er als selbständiger Autor von den Einnahmen seiner erfolgreichen Stücke (u.a. „De Etappenhas“, „Dat Hörrohr“) leben. Über Brake, wo er die dortige Niederdeutsche Bühne gründete, fand er dann später in Oldenburg und Köln seine Heimat.

Bunjes Stück spielt im Frühjahr 1946, in der sogenannten Stunde null. Nachkriegsdeutschland ist nicht nur durch Lebensmittelmarken und Aufteilung in vier Zonen der Alliierten gekennzeichnet, sondern auch durch riesige Flüchtlingsströme. Allein in Westdeutschland suchten damals zehn Millionen Menschen Zuflucht. Die Vertriebenen wurden als "Polacken" und "Zigeuner" angefeindet. Das Wirtschaftsleben war geprägt durch illegalen Schwarzmarkthandel und ebensolche Schwarzbrennereien. Es gab nichts zu beißen und nichts zu bieten. Die Arbeitslosigkeit war riesig, die Städte lagen in Trümmern. Wilhelmshaven beispielswiese war zu fast 70 % zerstört.

Viele Menschen haben diese „verteufelten Zeiten“ längst vergessen. Das „Theater am Meer“ will mit diesem Klassiker des Niederdeutschen Theaters diese Zeiten auf humorvolle Weise wieder lebendig werden lassen. Doch wie sagt Karl Bunje zu seinem Stück: „Twüschen Lachen un Freid is ok mal’n eernsthaftig Korn twüschenseit!“

Knecht Jan Spin (Clemens Otte) und Magd Taline (Dagmar Wehrmann) bewirtschaften den Herkenshof mit Hilfe von Marie (Chantal Müller), dem Flüchtlingsmädchen aus Pommern. Jungbauer Heiko Herkens (Rune Opitz), just aus der Kriegsgefangenschaft nach dem verlorenen zweiten Weltkrieg heimgekehrter Frauenschwarm, brennt lieber Schnaps, macht Schwarzmarktgeschäfte und treibt sich mit der leichtlebigen Helga (Annika Gärtner), der Tochter des Dorfpolizisten Fiet Hillmer (Walter Bleckwedel), herum. Helga würde Heiko gerne heiraten, aber arbeiten in der Landwirtschaft, das mag sie nun gar nicht. Es sei denn, der Bauer stellt noch eine Großmagd ein. Dabei müsste dringend der Kuhstall ausgemistet und der Weidezaun zum Nachbargrundstück repariert werden, da die Kühe schon ausgebrochen sind. Magd Taline setzt Heiko mächtig unter Dampf.

Als Gendarm Fiet eine Totalrevision aufgrund einer anonymen Anzeige ankündigt, müssten Heiko und Jan die Schwarzbrennerei aufgeben, wenn es da nicht noch einen verborgenen Alkoven gibt, der hinter einem Schrank verborgen ist. Nun kann das Geschäft mit dem selbstgebrannten „Hullmannschen“, der von so guter Qualität ist, dass selbst der „Herr Schandarm“ ihn für legale Vorkriegsware hält, in großem Stil aufgezogen werden. Indes droht der Hof völlig zu verkommen. Also verspricht Heiko in seiner Not, diejenige Frau zu heiraten, die ihm den Stall ausmistet. Er ahnt nicht, welche Probleme er sich damit an den Hals schafft.

Es stehen in der Regie von Arnold Preuß auf der Bühne: Annika Gärtner, Chantal Müller, Dagmar Wehrmann, Walter Bleckwedel, Rune Opitz und Clemens Otte. Ferner wirken hinter der Bühne mit Arnold Preuß (Bühnenbildkonzept), Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs (Bühnenbildbau); Thomas Marschner (Bühnenmaler); Inge Gelhart, Traute Fischer (Requisiten); Iris Holjesiefken (Souffleuse), Fynn Dießner (Inspizient), NN (Beleuchtung); Ilona Düsterdich (Maske); Ingrid Bicke, Helga Lauermann (Kostümberatung); Ingo Heuer (Hausdienst) und Marion Zomerland (künstlerische Beratung).

Termine (Jeweils zu allen Vorstellungen auch Karten im freien Verkauf)
Sonnabend, 10.11.2018, 20:00 Uhr - Abo P
Sonntag, 11.11.2018, 15:30 Uhr - Abo N 1
Freitag, 16.11.2018, 20:00 Uhr - Abo A
Sonntag, 18.11.2018, 15:30 Uhr - geschl. Vorstellung für Banter Kirche im TaM
Sonntag, 18.11.2018, 20:00 Uhr - Abo B
Sonnabend, 24.11.2018, 20:00 Uhr - Abo D
Sonntag, 25.11.2018, 15:30 Uhr - Abo N 2
Sonntag, 25.11.2018, 20:00 Uhr - Abo E
Mittwoch, 28.11.2018, 20:00 Uhr - Abo C
Sonnabend, 01.12.2018, 20:00 Uhr - Abo F
Sonntag, 02.12.2018, 15:30 Uhr - Abo N 3
Sonntag, 02.12.2018, 20:00 Uhr - Abo G
Sonnabend, 08.12.2018, 20:00 Uhr - Abo H
Sonntag, 09.12.2018, 15:30 Uhr - Abo N 4
Sonntag, 09.12.2018, 20:00 Uhr - freier Verkauf
Mittwoch, 12.12.2018, 20:00 Uhr - freier Verkauf
Mittwoch, 26.12.2018, 20:00 Uhr - freier Verkauf
Freitag, 28.12.2018, 20:00 Uhr - Z 18 freier Verkauf *
Sonnabend, 29.12.2018, 20:00 Uhr - Z 19 freier Verkauf *
Sonntag, 30.12.2018, 15:30 Uhr - Z 20 freier Verkauf *
Sonntag, 30.12.2018, 20:00 Uhr - Z 21 freier Verkauf *

*= Termine noch nicht freigegeben.

Kartenvorverkauf:
Theater am Meer, Kieler Straße 63
Telefon 04421/777749
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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