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Kramer Krey (Wilhelmshavener Erstaufführung) - Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven

Kramer Krey (Wilhelmshavener Erstaufführung)

Wilhelmshavener Erstaufführung

KRAMER KREY

Komödie in fünf Akten von Hermann Boßdorf

Speelbaas Heinrich Frese

Lüüd in´t Speel

Karsten Krey, Kramer - Johannes Nottelmann
Mile Haak, sin Hushollersch - Nelly Schwarting
Asmus Broihan, Kaffeemakler, sin Fründ - Hermann Beuß
Hein Kohrs, sin Husknecht - Erich Stamereilers
Piepersch, Schürfro - Therese Peters
Dele Rüsch, Kaffeemietje - Ellen Tammen
En Schutzmann - Christoph Janßen

Premiere 29. Oktober 1937
Aufführung im Saal des Gesellschaftshauses

PRESSEMELDUNGEN

Boßdorf-Gedenkfeier der Niederdeutschen Bühne Rüstringen

Eine glänzende Aufführung der Komödie "Kramer Kray"

von Theodor Murken

Wir Niederdeutschen haben allen Anlaß, Hermann Boßdorf, der gestern 60 Jahre alt geworden wäre, als einen der besten und tiefsten Künder niederdeutscher Art zu ehren. Hermann Boßdorf hat viel Leid in seinem Leben erfahren müssen, aber der Humor half ihm über vieles hinweg, und wenn die Niederdeutsche Bühne Rüstringne nun für ihre Gedenkfeier die Komödie "Kramer Kray" ausgewählt hatte, so hatte sie damit das Stück herausgegriffen, das ganz besonders typisch ist für Hermann Boßdorfs Witz und Schalkhaftigkeit.

MIt der gestrigen Boßdorf-Gedenkfeier leitete die Niederdeutsche Bühne Rüstringen zugleich ihre Winterarbeit ein. Daher ging in einer kurzen plattdeutschen Ansprache der Leiter der Niederdeutschen Bühne, Rektor Frese, auf diese Winterarbeit ein. Es ist der Niederdeutschen Bühne gelungen, eine Reihe von Abonnenten für die in diesem Winterhalbjahr geplanten Aufführungen zu gewinnen, so daß´die Aufführung von fünf neune Stücken gesichert ist. Erfreulich ist, daß die Niederdeutsche Bühne in diesem Winter auch acht Vorstellungen für die NSG "Kraft durch Freude" geben kann und im nächsten Monat ein Gastspiel im Kreis Eulingen gibt. Aufgeführt werden im Winterhalbjahr zwei ernste und drei lustige Werke: "Ut de Ort slagen!", "Füer", Stratenmusik", "Wind um de Ohren" und "Morgen geiht los". Zur Einleitung der Boßdorf-Gedenkfeier sprach dann Kreishauptstellenleiter Daude einige Worte, in denen er kruz das Schaffen Hermann Boßdorfs würdigte und die Bedeutung der Volkstums- und Heimatarbeit in unserer Zeit herausstellte.

Daß die Niederdeutsche Bühne Rüstingen berufen ist, in der Volkstums- und Heimatarbeit eine besonders hervorragende STellung einzunehmen, das bewies die Aufführung der Boßdorfschen Komödie. Das plattdeutsche Theater ist einer der tragenden Pfeiler aller niederdeutschen Heimatarbeit, denn in ihm lebt der niederdeutsche Mensch, gestaltet von Dichtern, die mit ihrer Heimat verwachsen sind. Die plattdeutsche Bühnendichtung ist in den letzten Jahren um manch neues und wertvolles Stück bereichert worden, aber einer der größten wird immer Hermann Boßdorf bleiben, der meisterliche Technik verband mit einem tiefen Künstlertum. Wie echt niederdeutsch sind doch alle Gestalten seiner Bühnenwerke! Im "Kramer Kray", an dem wir gestern wieder einmal unsere Freude haben konnten, dreht es ich um den Kramer vom Venusberg in Hamburg, der nach dem Tode seiner Frau sich dem unsoliden alten Junggesellen Asmus Broihan angeschlossen hat und dabei allerhand unangenehme Dinge erleen muß. Seine Haushälterin führt ihn aber schließlich wieder ins richtige Geleise, nicht ohne die Unterstützung der Scheuerfrau Piepersch, die mit Männern wie Kramer Kray umzugehen versteht.

Unter der Leitung von Spälbaas Heinrich Frese erlebten wir eine Aufführung, die sich in jeder Beziehung sehen lassen konnte. Die Darsteller wurden, der Art Boßdorfscher Charaktergestaltung vollkommen gerecht. Wir denken da besonders an Johannes Nottelmann als den Kramer Kray und an Hermann Beuß als Asmus Broihan. Es war eine köstliche Szene, in der Asmus Broihan, dieser hartgesottene Juggseselle, der hübschen Haushälterin Karsten Krays rien Liebeserklärung machte, köstlich schon allein durch die Mimik des Darstellers. In einem wirkungsvollen Kontrast zu diesem abefeinmten Menschen stand Nottelmanns Karsten Kray, dessen Glück nicht im Bummel durch St. Paulis Lokale liegt, sondern seine Ferfüllung findet in der Verlobung mit Mile Haak, der Haushälterin, die von Nelly Schwarting sehr fein gespielt wurde! Therese Peters war als resolute Piepersch nicht zu übertreffen. Ellen Tammen brachte als Dele Rüsch, die Kaffeemietje, St. Pauli-Luft auf die Bühne. Schließlich wirkten noch mit Erich Stamereilers als Hausknecht Hein Kohrs (auf dessen Namen Ausmus Broihan natürlich einen Witz machen muß) und Christoph Janßen als Schutzmann, der eines Morgens den alten Broihan recht zerknittert und mitgenommen in Krays Wohnung bringt, aus der er freilich recht bald, und zwar für immer, hinausfliegt.

Der Saal des Gesellschaftshauses war vollbesetzt, und mit herzlichem Beifall dankten alle Besucher der Niederdeutschen Bühne für die schönen Stunden, die ihnen die Aufführung bereitet hatte.