Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven

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JeWo 23.1.2012

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Komödie strapaziert Zwerchfell

THEATER Niederdeutsche Erstaufführung „Twee Mannslüüd un een Baby"

Premiere war ein voller Erfolg. Die nächste Vorstellung ist am Freitag, dem 27. Januar.

Wolfgang (Mitte, Arnold Preuß), Ulli (Andre Gelhart) und Nina (Melke Zomerland) freuen sich über das Baby.

VON DIETMAR BÖKHAUS

WILHELMSHAVEN - Die neueste Produktion des Theaters am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven, „Twee Mannslüüd un een Baby", knüpft nahtlos an die Erfolgsserie des kleinen Theaters in der Kielerstraße an. Die Premiere am Sonnabend kam beim Publikum hervorragend an.

Die von Frank Pinkus geschriebenen Komödie wurde von Biihnenleiter Arnold Preuß, der hier wieder einmal für erstklassige Theaterkost sorgte, ins Niederdeutsche übersetzt. In dem Stück geht es um ein Paar, das sich lange schon ein Kind wünscht. Nur, dass Paar ist gleichgeschlechtlich, beide sind männlich. Lange hat das Paar darauf gewartet, dass seinem Kinderwunsch entsprochen wird. Als die erlösende Nachricht kommt, dass sie bald ein Pflegekind bekommen werden, ist „Vater" Wolfgang (Arnold Preuß) ganz aus dem Häuschen. „Mutter" Ulli (Andrd Gelhart) geht es nicht anders - nur dreht Ulli auf besondere Art und Weise durch. Er möchte die letzten Wochen bis zur Niederkunft als werdende Mutter verbringen und alle Stadien durchmachen, die eine Schwangere auch erlebt.

Dann taucht auch noch Wolfgangs Tochter Nina (Meike Zomerland) - das Ergebnis einer früheren Beziehung auf und stürzt die beiden vollends ins komödiantische Chaos. Immer wieder werden die Lachmuskeln der Besucher durch die Situationskomik, die Mimik der Spieler und den Humor strapaziert. Aber es klingen auch leise Töne an. Eine unterhaltsame, kurzweilige Komödie versprechen die Theaterleute, und sie versprechen nicht zu viel.

Neben den Darstellern Meike Zomerland, André Gelhart und Arnold Preuß sind für den Biihnenbildbau Wolfgang Buttjer und Heinz Fuchs und für die Bühnenmalerei Thomas Marschner verantwortlich. Inter der Bühne wirken mit Inspizient Rolf-Peter Lauxtermann, Souffleur Joan Kröher, Requisite Monika Eilers, Maske Fenja Strowik, Beleuchtung Marco Norden, Kostüme Helga Lauermann und Heidi Strowik, Toneinspielungen Nicolas C. Ducci.

Karten gibt es im Theaterbüro, Montag bis Mittwoch und Freitag von 10 bis 13 Uhr, Donnerstag von 16 bis 18 Uhr. Außerhalb dieser Zeit sind Kartenbestellungen per E-Mail über This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder per Telefon 04421/777749 möglich. Außerdem können Karten bei der Tourist-Info in der Nordseepassage gekauft werden.

Die nächste Vorstellung im Theater in der Kielerstraße 63 ist am Freitag, dem 27. Januar, um 20 Uhr.
www.theater-am-meer.de

WZ vom 3.1.2012

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Lüttstadtrevier: Weitere Vorstellungen
im Mai

THEATER Zugaben für den Bühnenhit

 

Claudia Ducci (Mitte) als hilfsbereite Polizistin Rieke mit ihren Kollegen Joan Kröher und Christian Strowik.    FOTO: TAM

WILHELMSHAVEN/LR - Mit dem Polizeimusical „Lüttstadtrevier" hat Bühnenleiterin Marion Zomerland für das „Theater am Meer" einen Bühnenhit geschrieben. Die bisherigen 20 Vorstellungen im Schauspielhaus an der Kieler Straße 63 waren fast alle ausverkauft und die Nachfrage nach Karten für das kultige und augenzwinkernde Lüttstadtpolizeirevier lässt nicht nach.

Aus diesem Grund hat das „Theater am Meer" für den Mai weitere Vorstellungen des Stückes terminiert. Karten für die Vorstellungen am Sonnabend, 12. Mai, 20 Uhr, und Sonntag, 13. Mai, 15.30 Uhr, können ab sofort bei den bekannten Vorverkaufsstellen und im Theaterbüro des „Theaters am Meer" erstanden werden (Öffnungszeiten: montags bis mittwochs sowie freitags von 10 bis 13 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 18 Uhr). Außerhalb dieser Zeit sind Kartenbestellungen per E-Mail This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder per Telefon (AB) 77 77 49 möglich. Karten können ebenfalls bei der Wilhelmshavener Zeitung gekauft werden. @ www.theater-am-meer.de

WZ vom 23.1.2012

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Von Vätern, „Müttern" und Töchtern

PREMIERE Das Theater am Meer begeisterte mit dem Zweiakter „Twee Mannslüüd un een Baby"

Herrliche Situationskomik, zwei tolle Hauptdarsteller und eine witzige Geschichte waren das Erfolgrezept der Niederdeutschen Bühne.

Melke Zomerland, Arnold Preuß und André Gelhart durchleben in „Twee Mannslüüd un een Baby" die Höhen und Tiefen einer „ganz normalen" Schwangerschaft.    FOTO: THEATER AM MEER

VON WOLFGANG NIEMANN

WILHELMSHAVEN - Eine rundum gelungene Premiere feierte das Ensemble des „Theaters am Meer" am Sonnabend mit dem Stück „Twee Mannslüüd un een Baby". Der Erfolg des kauzigen Zweiakters beruhte dabei vor allem auf dem großartigen Spiel der titelgebenden Herren in dieser Komödie von Frank Pinkus.

Der Originaltitel „Mein Mann wird Mutter" deutet an, worum es sich in dieser Beziehungsgeschichte dreht: Der Restaurantkritiker Wolfgang (Arnold Preuß) und der Sparkassenangestellte Ulli (Andre Gelhart) sind seit über elf Jahren ein Paar und nun bald Eltern, denn ihr Adoptionsgesuch wurde bewilligt und in vier Monaten soll das Kind geboren werden. Die Vorfreude wird für „Engelchen" Wolfgang allerdings zunehmend zur Strapaze, denn „Schatz" Ulli wird richtig mädelig und will die Mutterschaft voll auskosten bis hin zu Mutterschaftsurlaub und Mutterpass. Wolfgang ahnt nichts Gutes, als sein Mann jetzt auch noch echte Schwangerschaftsmacken pflegt samt Übelkeit und Heißhunger. Das Vaterwerden gestaltet sich nervig, denn die werdende „Mutter" quält ihn mit übel duftendem Bachblütentee und Zickigkeiten.

Um so köstlicher amüsierte sich das Publikum, wenn Andre Gelhart einmal mehr hinreißend aufdrehte und als Ulli mit seligem Blick seine Schwangerschaftsgymnastik zur strengen CD-Anweisung absolviert und sogar unbedingt zur Ultraschalluntersuchung will. Und ganz wie bei „normalen" Paaren gibt es Vorwürfe, weil der angehende Vater nicht das nötige Verständnis für die Probleme der Schwangeren aufbringt.

Dann jedoch platzt auch noch eine Riesenüberraschung in das schräge Idyll. Gerade hat sich Ulli mit Schwangerschaftskleid (zu Stöckelschuhen!) und untergeschnalltem Bauch auch äußerlich „aufgemuttert", da erscheint ein Zeugnis aus Wolfgangs Normalo-Zeiten vor über 20 Jahren, die jetzt 23jährige Tochter Nina (Melke Zomerland). Die will endlich ihren von der Mutter totgeschwiegenen Vater kennen lernen. Von Papas Wandlung weiß sie nichts und die hübsche Ulli findet sie nichtsahnend erstmal einfach sehr nett.

Über das Kuddelmuddel, das bald unweigerlich entsteht, sei nur so viel verraten, dass auch Nina bald durch den ungewöhnlichen Heißhunger auf Leckereien wie Ölsardinen mit Sprühsahne auffällt. Regisseur Ulf Goerges, der bereits 2011 auf dieser Bühne mit der Pinkus-Komödie „Alleen in de Sauna" für einen großen Erfolg sorgte, hat köstliche Situationskomik eingebaut bis hin zu gemeinsamen Geburtsatemübungen der „Mädchen" und einem herrlichen Showdown.

Das begeisterte Publikum bekam viel zu lachen ohne dass die ja nicht ganz alltägliche Konstellation irgendwann plump oder anzüglich geworden wäre. Viel Fingerspitzengefühl und Menschlichkeit zeichnen das Stück aus, das selbst in einigen Momenten ä la Rosemunde Pilcher stets das Flair einer mit leichter Hand inszenierten spritzigen Komödie hielt.

Weitere Aufführungen sind am 27. und 29. Januar, am 4., 11., 12., 15., 18. und 19. Februar jeweils um 20 Uhr, sowie am 29. Januar, und am 5., 12. und 26. Februar jeweils um 15.30 Uhr geplant.

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